KN: Slowenien heute schon unter Druck

EM2018
Montag, 15.01.2018 // 14:26 Uhr

Zagreb. Zweiter Spieltag der Vorrunde: Heute Abend (18.15 Uhr/ARD und beim Public Viewing im Kieler Hauptbahnhof) steht Slowenien vor dem Spiel gegen Deutschland bereits gehörig unter Druck. Das Team von Trainer Veselin Vujovic ist mit einem 24:25 gegen Mazedonien ins Turnier gestartet. Sloweniens Spielmacher Miha Zarabec vom THW Kiel sagt: "Eines ist klar: Wir müssen gegen Deutschland gewinnen."

Zarabec: Jede Serie reißt einmal"

Zarabec, mit 1,77 Metern Körpergröße kleinster Spieler der EM, ist neben Marko Bezjak (SC Magdeburg) einer von zwei Akteuren des WM-Dritten von 2017, die in der Bundesliga ihr Geld verdienen. Bronze in Frankreich war die erste Medaille bei einem Großereignis für das kleine Land mit nur gut zwei Millionen Einwohnern. "Es wird wichtig sein, Miha nicht ins Spiel kommen zu lassen. Sonst kann er jede Abwehr auswackeln", sagt THW-Abwehrchef Patrick Wiencek über seinen Kieler Teamkollegen. "Den müssen wir mit Härte stoppen."

Die Freundschaft wird heute Abend also ruhen, um die zwölf Jahre anhaltende Siegesserie gegen Slowenien fortzusetzen. "Deutschland ist natürlich Favorit", weiß der Ex-Kieler Vid Kavticnik, der sein Land als Kapitän in die Halle führen wird und sich nicht ganz sicher ist, ob es ein "Heimspiel" im Nachbarland Kroatien wird: "Es ist ein Montag, die Leute müssen arbeiten." Mit einem Sieg würde die DHB-Auswahl schon vorzeitig das Ticket für die Hauptrunde buchen. An die letzte Niederlage gegen Slowenien kann sich aus dem deutschen Team nur noch Kapitän Uwe Gensheimer erinnern. Im November 2005 unterlag die DHB-Auswahl in Lemgo mit 30:31 - der damals 19-jährige Linksaußen gab dabei sein Länderspieldebüt. "Ich kenne das deutsche System, und vielleicht ist es gut für uns, dass Finn Lemke nicht dabei ist", sagt Miha Zarabec. "Wir sind nicht so groß, er war immer ein Problem. Jede Serie reißt einmal. Warum sollen wir nicht gewinnen?"

(Von Tamo Schwarz, aus den Kieler Nachrichten vom 15.01.2017, Foto: Archiv/Sascha Klahn)