Kroatien ist heiß auf die EM: Malerische Küsten, römisches Erbe und große Arenen

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Freitag, 05.01.2018 // 11:53 Uhr

In einer vierteiligen Serie blickt das ZEBRA-Magazin auf die EHF EURO 2018 in Kroatien voraus. Heute Teil vier: Auf was sich die Fans in Kroatien freuen und wie die Daheimgebliebenen die EM-Spiele verfolgen können.

Malerisches Kroatien

Dieser Artikel ist im Arena-Magazin ZEBRA zum Heimspiel gegen den TuS N-Lübbecke erschienen

Kilometerlange Strände, Cevapcici und guter Wein - nicht nur Handball-Genießer kommen in Kroatien zum Zuge. Nach der Abspaltung von Jugoslawien 1992 haben die Kroaten sich als Tourismusmagnet entwickelt. Städte wie Dubrovnik, Split, Porec oder Makarska werden jährlich von Millionen von Touristen besucht. Römische Bausubstanz wie in Porec, Pula oder Split wechseln sich mit malerischen Küstenstreifen und hunderten Adria-Inseln ab. Und was das mit der EURO 2018 zu tun hat? Wer nicht nur die Partien im Landesinnern - also den deutschen Spielorten Zagreb (Vorrunde) und Varazdin (Hauptrunde) - anschaut, sondern die übrigen Gruppen in Porec und Split besucht, bekommt etwas mit von Istrien beziehungsweise Dalmatien, den Haupttourismusregionen Kroatiens. Auch wenn man zu dieser Jahreszeit eher nicht mehr in der Adria schwimmen kann.

Moderne Arenen

Auf Domagoj Duvnjak ruhen die Hoffnungen Kroatiens

In Porec spielen die WM-Finalisten Frankreich und Norwegen sowie die von 600 Fans begleiteten Österreicher und Weißrussland, in Split stehen Kroatien, Serbien, Schweden und Island auf der Platte. Alle vier Hallen waren seinerzeit für die Weltmeisterschaft 2009 gebaut oder - wie im Falle von Split - renoviert worden. 15.022 passen in die Arena Zagreb, wo neben der deutschen Vorrundengruppe und der parallelen Hauptrundengruppe auch das Finalwochenende ausgetragen wird. 12.000 Fans fasst das Spaladium in Split. Die Arena Varazdin, schon 2009 Vorrundenspielort der DHB-Auswahl, bietet Platz für 5.400 Fans, die Zatika Sporthalle von Porec hat Kapazität für 3.700 Fans. Varazdin und Zagreb waren 2014 auch die kroatischen Spielorte der Frauen-Europameisterschaft, im gleichen Jahr war Kroatien auch schon Gastgeber der weiblichen U21-WM. Das erste große Handballturnier im damals noch jungen Land ging mit der Männer-EM 2000 über die Bühne. Somit ist Kroatien nun das erste Land überhaupt, in dem zum zweiten Mal eine Männer-EURO stattfindet, und zudem der vorerst letzte Gastgeber eines Turniers mit 16 Mannschaften, bevor ab der EURO 2020 24 Teams an den Start gehen werden.

Kroatien ist gerüstet

In allen vier Spielorten werden große "Fanzonen" eingerichtet, entweder direkt an den Arenen oder in der Stadtmitte. Als Maskottchen haben sich die Kroaten für den Hund "Tor" entschieden, den offiziellen EM-Song "On the wings of victory" singt Indira Levak, optisch eine Mischung aus Pink und Inka Bause. Die Gastgeber sind also gerüstet, wenn ausgerechnet gegen Serbien am 12. Januar das Turnier eröffnet wird.

Alle Spiele live und frei empfangbar

Und wer sich die Europameisterschaft gemütlich von zu Hause aus anschauen will, hat dazu mehrere Möglichkeiten: Das Public Viewing im Kieler Handballbahnhof ist sicherlich die spektakulärste. Alle deutschen Spiele zeigen ARD und ZDF im Wechsel live, und das ganze EM-Paket gibt es als Internet-Livestream: Alle Spiele des Turniers mit Ausnahme der Auftritte der deutschen Handballer sind live und exklusiv auf www.sportdeutschland.tv und www.handball-deutschland.tv zu sehen. Auch die deutschen Partien sind dort nach Abpfiff in der Mediathek verfügbar. Zur Einstimmung auf das Turnier zeigen die Online-Sender im Vorfeld der EM noch mehrere hochkarätige Vorbereitungsspiele live und exklusiv: Am 5. Januar trifft Kroatien auf Deutschlands Gruppengegner Montenegro, am 7. Januar ab 14 Uhr findet das letzte Vorbereitungsspiel der deutschen EM-Auswahl gegen Island statt, und am 9. und 10. Januar misst sich Slowenien in zwei Partien mit Serbien.

(Von Björn Pazen, aus dem Arena-Magazin "ZEBRA" zum Bundesliga-Heimspiel gegen den TuS N-Lübbecke)