KN: DHB-Team will im Kosovo an Abläufen feilen

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Samstag, 27.10.2018 // 12:21 Uhr

Wetzlar. Elf Wochen vor Beginn der Heim-WM nutzen die deutschen Handballer die Pflichtaufgaben in der EM-Qualifikation zum Testen unter Wettkampfbedingungen. Nach dem Schützenfest gegen Israel (siehe siehe Spielbericht) sollen die Abläufe morgen (19.30 Uhr/Sportdeutschland.TV) im Kosovo weiter verfeinert werden.

EM-Quali: Quenstedt und Fäth nominiert

"Unser Ziel ist es, dort ein ähnlich hohes Ergebnis einzufahren", sagte Torhüter Andreas Wolff nach dem 37:21-Kantersieg gegen Israel zum Auftakt der EM-Qualifikation für die Endrunde 2020. Für das zweite Gruppenspiel in Pristina forderte der 27-jährige Torhüter des THW Kiel: "Im Hinblick auf die WM müssen wir weiter konzentriert arbeiten und einige Dinge verbessern."

Gesellschaft bekommt er dabei auf seiner Position von Dario Quenstedt, der nächste Saison vom SC Magdeburg zum THW wechselt. Er ersetzt Silvio Heinevetter. "Wir wollen allen Torhütern die Möglichkeit geben, sich zu zeigen", sagte Bundestrainer Christian Prokop. Außerdem stößt nun doch Steffen Fäth (RN Löwen) als Ersatz für den angeschlagenen Tim Suton zum Team.

Der Kosovo ist der Qualifikations-Gruppe der wohl unbekannteste Gegner. Erst seit 2014 ist er vollwertiges Mitglied der Europäischen Handball-Föderation (EHF) und hat noch kein wichtiges Länderspiel gewonnen. Auch am Mittwoch gegen Polen war er beim 13:37 chancenlos. "Wir hatten einen sehr schwachen Angriff, haben schlechte Pässe gespielt, falsche Entscheidungen getroffen und nicht präzise genug abgeschlossen", sagte Trainer Taip Ramadani, dem zudem sechs Leistungsträger für die ersten Quali-Spiele fehlen. "Ich hoffe, den Jungs wird in diesen Spielen klar, welcher Ernsthaftigkeit es bedarf, Handball auf internationalem Niveau zu spielen."

Für das DHB-Team geht es indes um eine Vertiefung der Abläufe. "Das Angriffsspiel wird sich etwas verändern und die Abwehrsysteme sollen sich weiter stabilisieren", so Prokop. Teammanager Oliver Roggisch ergänzt: "Das Thema WM wird immer größer, alle sind voll darauf fokussiert. Wir merken alle, dass es jetzt in die heiße Phase geht."

(Von Eric Dobias und Merle Schaack, aus den Kieler Nachrichten vom 27.10.2018, Foto: Sascha Klahn)

 

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