EM-Stadt Wien: Schnitzel und ein Café-Besuch sind Pflicht

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Montag, 06.01.2020 // 12:08 Uhr

Die EHF EURO 2020 wirft ihre Schatten voraus: Am Donnerstag ertönt der Anpfiff zur bislang größten Kontinentalmeisterschaft der Handball-Geschichte. Erstmals starten 24 Mannschaften in sechs Vorrunden-Gruppen in das Turnier, das vom 9. bis 26. Januar zum ersten Mal in drei Ländern parallel ausgetragen wird: Mit Österreich, Norwegen und Schweden hat die EHF EURO 2020 gleich drei Gastgeber. ZEBRA blickt mit prominenter wie fachkundiger Unterstützung auf die möglichen Spielorte der deutschen Mannschaft. Heute: Nikola Bilyk stellt "sein" Wien vor.

Ein ganzes Land freut sich auf die EHF EURO

Imposante Gebäude wie die Hofburg prägen das Stadtbild in Wien

Übersteht Deutschland seine Vorrunden-Gruppe C (mit den Niederlanden, Spanien und Lettland) in Trondheim (Norwegen), dann reist die DHB-Auswahl für die Hauptrunde weiter nach Wien (Österreich). Dort treffen die jeweils beiden bestplatzierten Mannschaften der Gruppen A (mit Kroatien, Weißrussland, Montenegro und Serbien), B (mit Tschechien, Nordmazedonien, Österreich und der Ukraine) und C aufeinander. Die Medaillen werden schließlich in Schwedens Hauptstadt Stockholm vergeben. 

Einer, der den Spielen in Wien ganz besonders entgegenfiebert, ist THW-Star Nikola Bilyk: "Diese EURO in Wien ist etwas ganz Besonderes für mich. Ich habe meine ganze Kindheit und Jugend in dieser Stadt verbracht", erläutert der Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft, "meine Familie und viele meiner Freunde werden dort sein. Solch ein großes Turnier in der Heimat ist vermutlich etwas Einmaliges." Nach dem schweren Dezember-Ritt mit dem THW Kiel begann bei Bilyk das Herzklopfen. "Wenn man darüber zu sprechen beginnt, dann ist da bereits eine riesige Vorfreude. Und auch ein bisschen Nervosität", gesteht er. Schließlich sei die EHF EURO ein großes Event, auf das sich nicht nur das heimische Nationalteam besonders freue, sondern gleich ein ganzes Land.

Bilyk: "Unsere Chancen sind gut"

Austragungsort der EHF EURO: die Wiener Stadthalle

Die Erwartungen an die österreichischen Handballer sind jedenfalls gestiegen, hat Bilyk bemerkt. "Unsere Chancen sind eigentlich ganz gut", glaubt der Rückraumspieler. "Meiner Meinung nach haben wir alles in unserer Hand, weil wir eine sehr ausgeglichene Vorrunden-Gruppe haben, aber auch einen sehr großen Heimvorteil. Und den müssen wir ausnutzen", fordert er. "Wenn wir das tun, dann bin ich sehr guter Dinge, dass wir weiterkommen. Und in der Hauptrunde ist alles möglich."

Dort könnte es sogar zu einem Duell mit Deutschland und Bilyks Kieler Vereinskameraden kommen. "Darüber würde ich mich sehr freuen. Das ist immer etwas Besonderes, aber trotzdem liegt der große Fokus natürlich auf der österreichischen Mannschaft", sagt Bilyk, der das DHB-Team als "sehr stark" einschätzt: "Es hat eine unfassbar starke Defensive, in der Offensive ist allerdings noch Potenzial nach oben. Aber Deutschland zählt bei solchen Turnieren immer zu den Favoriten."

Schnitzel, Knödel, Kaiserschmarrn

Zu Hause in Wien: Nikola Bilyk

Und auf was dürfen sich die deutschen Fans in Wien freuen? "Auf eine sehr, sehr gute Stimmung", sagt Bilyk. "Ich glaube, sowohl in Wien als auch in Graz werden die Hallen sehr voll sein. In beiden Städten gibt es auch abseits der Hallen viel zu sehen. Zudem hat Österreich kulinarisch viel zu bieten!" Bilyks Empfehlungen: "Ganz klar: die Spezialitäten wie Schnitzel, Knödel und Kaiserschmarrn. Und ein Café-Besuch ist in Wien natürlich Pflicht. In Wien sollte man in jedem Fall in den 1. Bezirk, also in die Innenstadt mit dem Rathaus, dem Stephansdom und viel Historischem." Dabei ist allerdings warme Kleidung angesagt. Denn trotz der aus Kieler Sicht südlichen Lage kann es im Januar in Wien durchaus etwas kühler werden und sogar schneien. Eine heiße Atmosphäre ist nur in der
Stadthalle garantiert.

(Aus dem THW-Arena-Magazin ZEBRA zum Heimspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten am 19.12.19)