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Alles oder nichts: Am Sonntag geht es für den THW Kiel im Viertelfinal-Hinspiel gegen den Titelverteidiger HC Vardar aus Mazedonien um nicht weniger als die Teilnahme am legendären "VELUX EHF Final4". "Gemeinsam mit unseren Fans werden wir alles geben, um unseren Traum von Köln wahr werden zu lassen", verspricht Kreisläufer Patrick Wiencek. "Man hat gegen Szeged gesehen, zu was wir mit der...

20.04.2018

Das ging schnell: Am Dienstag veröffentlichte die Europäische Handball Föderation (EHF) die Termine für die Viertelfinal-Partien in der VELUX EHF Champions League. Der THW Kiel, der gegen den Titelverteidiger HC Vardar aus Mazedonien antritt, muss zweimal am Sonntag ran.

03.04.2018

Der FC Barcelona - ausgeschieden. Telekom Veszprem - ebenfalls im Achtelfinale der VELUX EHF Champions League gescheitert. Das "VELUX EHF Final4" in Köln wird auch in diesem Jahr ein neues Gesicht haben. Denn mit den beiden Halbfinalisten des vergangenen Jahres haben sich gleich zwei aktuelle Titel-Favoriten frühzeitig aus dem Rennen um Europas Krone verabschiedet. Dafür rückten mit HBC Nantes,...

02.04.2018

Szeged. Schon im offiziellen EHF-Vorschauheft zum Achtelfinalrückspiel war von "Szegeds Nemesis" die Rede. Und der THW Kiel entpuppte sich erneut als größter Albtraum der Pick-Handballer: Zum dritten Mal in den letzten vier Spielzeiten schalteten die Zebras die Ungarn in der K.o.-Runde der Champions League aus. Am Ostersonntag verlor der THW zwar mit 27:28 (13:12, siehe THW-Spielbericht), nach dem...

02.04.2018

Mit der knappen 27:28-Niederlage am Sonntagabend im Szegediner Hexenkessel verteidigten die "Zebras" ihren Sieben-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel und qualifizierten sich somit für die Runde der besten acht Mannschaften in Europa. Dort trifft der THW Kiel auf den Titelverteidiger der VELUX EHF Champions League, den HC Vardar aus der mazedonischen Hauptstadt Skopje. Die Kieler bestreiten - so die...

01.04.2018

Die "Zebras" haben souverän das Viertelfinale der "VELUX EHF Champions League" erreicht: Im Achtelfinal-Rückspiel bei MOL-Pick Szeged zeigte der THW Kiel über 60 Minuten eine konzentrierte Leistung, verpasste in der Schlussphase allerdings einen möglichen Sieg. Trotz der 27:28 (13:12)-Niederlage beim ungarischen Vizemeister geriet das Weiterkommen angesichts des Sieben-Tore-Vorsprungs aus dem...

01.04.2018

Kiel. Keine Zeit zum Ausruhen: Heute am frühen Nachmittag reisen die Handballer des THW Kiel per Chartermaschine vom Flughafen Kiel-Holtenau nach Ungarn. Am Ostersonntag (17 Uhr, siehe THW-Vorbericht) wollen die Zebras im Rückspiel bei Pick Szeged den Viertelfinaleinzug in der Handball-Champions-League perfekt machen.

31.03.2018

Alles oder nichts, Teil zwei: Am Oster-Sonntag geht es für den THW Kiel beim ungarischen Vizemeister MOL-Pick Szeged um die Viertelfinal-Qualifkation in der "VELUX EHF Champions League". In das Achtelfinal-Rückspiel im ausverkauften Hexenkessel "Varosi Sportscarnok" gehen die Kieler nach dem 29:22-Hinspielsieg mit einem Polster von sieben Toren. "Wir fahren nach Ungarn, um dort zu gewinnen",...

30.03.2018

KN: Allen Verletzungen zum Trotz: Plötzlich Platz drei

Champions League
Freitag, 09.02.2018 // 15:18 Uhr

Kiel. Alfred Gislason, Trainer des THW Kiel, zögerte nach dem 22:20 am Mittwochabend in der Handball-Champions-League gegen Telekom Veszprém (siehe Spielbericht) keine Sekunde: "Platz drei ist unser Ziel." Das erste Spiel nach der Europameisterschafts-Pause hat endgültig einen Wendepunkt im Zebra-Kosmos dieser Saison zementiert: Man orientiert sich selbstbewusst wieder nach oben.

Die Zebras machen da weiter, wo sie im Dezember aufgehört haben

Der Rekordmeister macht also da mit dem Höhenflug in Bundesliga und Königsklasse weiter, wo er im Dezember aufgehört hatte. Mit Leidenschaft, Körpersprache, Selbstvertrauen wurde die ungarische Millionen-Truppe in ihre pomadigen Grenzen gewiesen. Dem Team von Ljubomir Vranjes, gerade erst krachend mit Ungarn bei der EM gescheitert, gelangen in einer Abwehrschlacht für taktische Handballfeinschmecker gerade mal 20 Tore. Dass auch der THW offensiv Schwächen zeigte - geschenkt.

Im Mittelpunkt der gislasonschen Lobhudelei nach dem Jahresauftaktsieg stand einer, den sie "Flamme" nennen, Sebastian Firnhaber. Im Schatten der Weltklasse eines Patrick Wiencek (keine Spur von EM-Frust) bestand der 23-Jährige "Azubi" (Gislason) seinen 60-minütigen Spitzenspiel-Stresstest. "Für Flamme war das, glaube ich, die ultimative Feuertaufe, gegen Veszprém von Anfang an im Mittelblock ran zu müssen. Er hat es großartig gemacht", schwärmte Linksaußen Rune Dahmke. "Dass er die Fähigkeiten dazu hat, wissen wir alle – wir müssen jetzt nur sehen, da noch mehr Konstanz reinzubekommen", ergänzte Steffen Weinhold. Firnhaber sei eben, so sein Trainer, ein „intelligenter Typ“. Und der konnte breit grinsend die Früchte der Arbeit der vergangenen Wochen ernten. "Das war ein perfekter Start in das Jahr. Was wir heute in der Abwehr gemacht haben, war richtig stark. Beide Torhüter waren sehr gut, das hat alles gut funktioniert. Aber es war auch ein hartes Stück Arbeit, ein richtiger Fight. Es war wichtig, dass wir genau mit der Einstellung ins Spiel gegangen sind, die wir heute gezeigt haben, das war der Schlüssel zum Sieg. Diejenigen, die in Kiel waren, haben richtig hart gearbeitet. Als die EM-Fahrer dann wieder da waren, sind wir gleich in die taktische Arbeit eingestiegen und haben einiges getan", sagte Firnhaber.

Ohne Kapitän Domagoj Duvnjak (Muskelfaserriss Wade), Christian Dissinger (Kniestauchung) und René Toft Hansen (Adduktoren) konnte der Bundesliga-Fünfte an den starken Jahresendspurt mit den Aufsehen erregenden Derbysiegen gegen die SG Flensburg-Handewitt anknüpfen, den achten Sieg in Folge feiern, ein Signal an die Konkurrenz senden. In der Königsklasse könnte in der aktuellen Spieltags-Konstellation schon am Sonntag der Einzug ins Achtelfinale perfekt sein. Doch die Message am Mittwoch lautete vielmehr: Plötzlich Platz drei! Denn die Kieler sind mit nun 13 Punkten und aufgrund des gewonnenen direkten Vergleiches gegen Hinspielsieger (26:24) Veszprém an den Ungarn vorbeigezogen. Plötzlich Platz drei vor Augen, plötzlich Platz drei als realistisches Ziel angesichts der kommenden Aufgaben in Aalborg und zu Hause gegen KS Vive Kielce - künftiger Arbeitgeber von THW-Keeper Andreas Wolff. Ein attraktives Ziel: Im Achtelfinale würde der THW als Dritter der Gruppe B auf den Sechsten der Gruppe A (derzeit IFK Kristianstad) treffen, hätte im Rückspiel Heimrecht, würde im Viertelfinale den Gruppensiegern (nach derzeitigem Stand Paris SG und Titelverteidiger Vardar Skopje) aus dem Weg gehen. "Wir wollen auf jeden Fall Platz drei in der Champions League, und dann sehen wir weiter", sagt Rune Dahmke. Februar 2018, man orientiert sich selbstbewusst wieder nach oben.

(Von Tamo Schwarz, aus den Kieler Nachrichten vom 09.02.2018, Foto: Sascha Klahn)